Geschichte der Silos
|
Die heutige Galerie “Silos Gallery” war in der Vergangenheit, nach den Worten des offiziellen Chronisten der Stadt Tarifa, Don Javier Criado Atalaya, ein altes Getreidelager, oder Zehntenscheune, in der die jährlich anfallende Getreideproduktion der Kirche aufbewahrt wurde. |
|
„Die Ländereien, die dem Klerus gehörten, wurden durch eigene Landarbeiter bestellt, oder von Pächtern, die für die Kirche arbeiteten, unter diversen Zinsmodalitäten”. „Im 18.Jahrhundert,“ so bestätigt uns der Historiker, „musste die Agrarproduktion dermaßen angestiegen sein, dass die vorhandenen Lagerräume nicht mehr ausreichten. Das Bischoftum Cadiz, dem die Getreide- und Brotlager unterstanden, beauftragte den Baumeister Miguel de Olivares mit dem Projekt zur Reformierung und Erweiterung der Silos“. Dieser verbesserte die Struktur des alten Gebäudes, mit mehreren Getreide-Silos und Brotlagerräumen, und er errichtete eine `Contaduría´, einen Raum, in dem die Ernten registriert, und die Buchhaltung durchgeführt wurde. Ein Haus mit Namen
|
La casa se denomina "Cilla Decimal" |
|
Das Haus hat seinen Namen: “Cilla Decimal"
Die "Cillas", die auch Bischöfliche Lager genannt wurden, waren die Häuser, wo der Zehnt an die Kirche gezahlt wurde und wo die Getreidepreise festgelegt wurden. Es gab eines dieser Häuser in jeder Stadt, stets an der Nord-mauer und dicht bei den Toren gelegen.
Im Jahre 1770 wurde das Haus an das Invalieden-Regiment der Stadt vermietet.
Im Jahre 1855 enteignete der Staat das Gebäude der katholischen Kirche. Zur Zeit der ersten spanischen Republik wurde ein Gesetz geschaffen, das die Vormachtstellung der Kirche durch massive Enteignung derer Besitztümer zu brechen versuchte, das Mendizabal-Gesetz. Der Spanische Staat verkaufte das Haus daraufhin an einen gewissen Matias Benitez Muñoz.
Der übereignete es Don Joaquin Abreu Nuñez im Jahre 1870. Die Zahlung erfolgte mittels Bürgschaft seiner Mutter, Doña. Concepción Nuñez, und der Summe von 12.500 Peseten, die Don Matias ihm schuldete für die im Silo eingelagerte Gerste und Weizen.
Doña Concepción Abreu Herrera, Eigentümerin der Silos durch das Erbe ihres Vaters, verstarb im Jahre 1947, was die Aufteilung des Eigentums zwischen ihrem Bruder und ihren Nichten und Neffen zur Folge hatte. Die neuen Besitzer verkauften das Haus 1951.
Der Käufer der Silos hieß José Garcia Garcia, der sie nach seinem Tode seiner Ehefrau und seinen beiden Töchtern, Maria Dolores und Maria del Rosario Garcia Pérez hinterließ.
Bis Ende der 40er Jahre wurde der Grossteil des Gebäudes immer noch als Getreidespeicher benutzt. Bis in das Jahr 1953, als ein Lager im ersten Stock, die Aufenthaltsräume der Arbeiter und die Büros (“Contaduría”) in Wohnungen umgewandelt wurden. Die gewölbebedeckten Säle im Erdgeschoss beherbergten nun ein Möbelgeschäft. Später wurde das Gebäude verlassen, und für kurze Zeit als Hühnerfarm benutzt. Als letzte Nutzung für die Säle, ist der vollendete Versuch eine Discoteak zu eröffnen, zu nennen. Auch ein Restaurant gab es einst in Silos…. Bis im Jahr 1992 bereits eine Kunstgalerie eingeweiht wurde.
In der ersten Ausstellung, die Silosgallery am 24.Juli 1992 eröffnete, beteiligten sich Künstler der Region, wie José Barroso, Rupert de Caso y Villanueva und José Luis Delgado(künstlerischer Leiter der Galerie zu jener Zeit). Weiterhin: José Guerra, Juan Gómez Macías, Maruchi Molinero und einige mehr, wie der Bildhauer Luis Quintero, oder die Malerin Fé Rodriguez. Nachfolgend gab es eine Einzelausstellung der Malerin Pilar Rodiles. |